{"id":708,"date":"2013-08-11T09:57:33","date_gmt":"2013-08-11T08:57:33","guid":{"rendered":"http:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=708"},"modified":"2021-03-17T23:09:43","modified_gmt":"2021-03-17T22:09:43","slug":"die-nikon-fm3a-2001-2006","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=708","title":{"rendered":"Die Nikon FM3a (2001-2006)"},"content":{"rendered":"<div class=\"fcbkbttn_buttons_block\" id=\"fcbkbttn_left\"><div class=\"fcbkbttn_like \"><fb:like href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=708\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" layout=\"standard\" show-faces='false' width=\"450px\" size=\"small\"><\/fb:like><\/div><div class=\"fb-share-button  \" data-href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=708\" data-type=\"button_count\" data-size=\"small\"><\/div><\/div><p>Die Nikon FM3a ist die letzte der analogen Nikons im klassischen Stil und verbindet die Vorteile der Vorg\u00e4ngermodelle <a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=2050\">FM2n<\/a> und <a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=666\">FE2<\/a>. Im Gegensatz zur Hitech-Kamera Nikon FA, deren Produktion schon einige Jahre vorher eingestellt war, stattete Nikon die FM3a allerdings nur mit relativ spartanischen Basisfunktionen aus.<\/p>\n<p>Die Ank\u00fcndigung einer manuell zu fokussierenden Kamera f\u00fcr 35mm-Film war im Sommer 2001, im\u00a0 anbrechenden Digitalzeitalter, ein Wagnis. <a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/FM3a1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-721\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"FM3a\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/FM3a1.jpg\" alt=\"\" width=\"410\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/FM3a1.jpg 800w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/FM3a1-300x246.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 410px) 100vw, 410px\" \/><\/a>Die Professionelle Digital-Spiegelreflex Nikon D1 war schon seit zwei Jahren auf dem Markt, die Nachfolgemodelle D1X und D1H waren grade erschienen. Aber schon seit 1998 arbeitete das Entwicklerteam von Mito Nikon, einem Unternehmen der Nikon-Gruppe, an einer ganz anderen Kamera. Die sieben, sp\u00e4ter zw\u00f6lf Ingenieure hatten sich in eine Abteilung in ihrem Werk in Ohi zur\u00fcckgezogen, um das Projekt &#8222;FM3a&#8220; voranzubringen. In Ohi hatte man schon seit den 40er Jahren, als dort die Messsucher-Nikons entwickelt wurden, Erfahrung mit der Massenproduktion von mechanischen Kameras. Der Auftrag war, einen Nachfolger f\u00fcr die erfolgreiche Nikon FM2n zu entwickeln, die seit ihrer Einf\u00fchrung 1984 ein Bestseller war. Sie erfreute sich vor allem bei erfahrenen Amateurfotografen und Fotografiestudenten reger Beliebtheit. Zwar war ein grosser Vorteil der FM2n, dass sie notfalls auch ohne Batteriestrom auskam, aber es gab auch eine steigende Nachfrage nach einer Zeitautomatik und einer TTL-Blitzsteuerung. Die elektronische FE2 verf\u00fcgte zwar \u00fcber die beiden letzten Features, wurde aber seit 1988 nicht mehr gebaut. Das Projektteam \u00fcberlegte also hin und her, wie man diesen Wunsch erf\u00fcllen k\u00f6nnte. Schliesslich entschied man sich f\u00fcr einen Hybridverschluss, um die gleichzeitige Verf\u00fcgbarkeit von Zeitautomatik und batterieloser Verschlusssteuerung zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Dieser Hybridverschluss musste f\u00fcr die FM3a neu erfunden werden. Er sollte im Zeitautomatik-Modus elektronisch angesteuert werden, bei manueller Zeiteinstellung hingegen mechanisch, so dass er auch ohne Batterie betrieben werden konnte. Er ben\u00f6tigte also zwei Steuersysteme, was zur Folge hatte, dass sich durch die erh\u00f6hte Anzahl von Bauteilen auch der Platzbedarf vergr\u00f6sserte. Da die FM3a aber als Nachfolger der FM2n betrachtet wurde, kam eine Vergr\u00f6sserung des Geh\u00e4uses nicht in Frage. Es musste also eine M\u00f6glichkeit gefunden werden, mit weniger Platz auszukommen. Das war eine grosse Herausforderung f\u00fcr die Ingenieure, da ja die Steuereinheiten der FM2n und der FE2 kombiniert werden mussten.<\/p>\n<div id=\"attachment_718\" style=\"width: 543px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/history10_fm3a_11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-718\" class=\"size-full wp-image-718 \" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"history10_fm3a_11\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/history10_fm3a_11.jpg\" alt=\"\" width=\"533\" height=\"255\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/history10_fm3a_11.jpg 533w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/history10_fm3a_11-300x143.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-718\" class=\"wp-caption-text\">Steuereinheiten der Nikon FM3a, FM2n und FE2 im Vergleich<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Belichtungsanzeige im Sucher sollte ganz traditionell mit einer Messnadel erfolgen, wie schon bei der 1972er Nikkormat EL. Leider gab es zu dieser Zeit keinen Hersteller in Japan, der ein so kleines und pr\u00e4zises Messwerk liefern konnte. Nach langem Suchen wurde ein ausl\u00e4ndischer Produzent gefunden. Als die Nikon-Ingenieure die Messwerke jedoch vor Ort begutachteten, waren sie mit der Genauigkeit unzufrieden. Es wurde &#8211; so berichtet es jedenfalls die Nikon-Geschichtsschreibung &#8211; eine gebrauchte Nikon FE2 aus einem Second-hand-shop beschafft. Diese wurde aufgeschraubt, das Messwerk ausgebaut und dem Lieferanten als Muster pr\u00e4sentiert. Letztendlich wurde das Messwerk gegen\u00fcber der FE2 noch verbessert (es musste ja auch kleiner sein), zum Beispiel erhielt die Messnadel einen Gewichtsausgleich, um auch bei schr\u00e4g gestellter Kamera eine reibungslose Anzeige zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/nikonclassics_7690.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-722\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"nikonclassics_7690\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/nikonclassics_7690-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/nikonclassics_7690-300x300.jpg 300w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/nikonclassics_7690-150x150.jpg 150w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/nikonclassics_7690.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>F\u00fcr das Metallgeh\u00e4use der FM3a wurde eine verschwindende Technologie verwendet: Das Tiefziehen von Messingplatten. Hier kam der Arbeitsgruppe zugute, dass die alten Ingenieure, die diese Technik noch kannten, vorhanden waren. W\u00e4hrend das Rohmaterial aus 0,7 mm dicken Messingblechen bestand, wurden in den d\u00fcnnsten Abschnitten 0,2 mm erreicht. Das Bajonett hingegen wurde nicht wie bei den Vorg\u00e4ngermodellen aus verchromten Messing sondern aus dem noch festeren Edelstahl gefr\u00e4st. Auch das Verschlusszeitenrad wurde etwas griffiger.<\/p>\n<p>Aber auch in anderen Details \u00fcbertraf die FM3a ihre Vorg\u00e4nger FE2 und FM2n. So wurde sie mit der F\u00e4higkeit ausgestattet, automatisch den DX-Code der eingelegten Filmpatrone zu lesen und die Filmempfindlichkeit in ihr Messsystem zu \u00fcbernehmen. Die Filmschachtelhalterung \u00a0entfiel, daf\u00fcr wurde die R\u00fcckwand mit einem Sichtfenster ausgestattet, um die eingelegte Filmsorte zu \u00fcberpr\u00fcfen.\u00a0Zwei kleine Tasten kamen dazu, eine Belichtungskorrekturtaste f\u00fcr Gegenlicht sowie eine Messwertspeichertaste. Auch der Sucher &#8211; bei einer manuellen Kamera ja sehr wichtig &#8211; wurde verbessert:\u00a0Die Einstellscheiben wurden nochmals optimiert und durch Einsatz der gleichen Technologie wie f\u00fcr die Mattscheiben der F3 deutlich heller, brillianter und feink\u00f6rniger.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/nikonclassics_7687.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-727\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"nikonclassics_7687\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/nikonclassics_7687-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/nikonclassics_7687-300x300.jpg 300w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/nikonclassics_7687-150x150.jpg 150w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/nikonclassics_7687.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Aber einige Ziele konnten auch nicht erreicht werden. So war anfangs geplant, eine Spotmessung sowie eine Spiegelvorausl\u00f6sung zu integrieren. Das liess sich jedoch technisch nicht verwirklichen.<\/p>\n<p>Nach einem Jahr Entwicklungsphase wurde die Serienfertigung der FM3a im April 2000 im Werk Mito gestartet. Mit einigen Anlaufschwierigkeiten kam sie dann im Juli 2001 auf den Markt.\u00a0Trotz der neuen Digitalkameras wurde Nikon von Bestellungen \u00fcberh\u00e4uft, so dass die Kamera anfangs sehr rar war. Sp\u00e4ter vermarktete Nikon die FM3a im leider als eine Art Herrenschmuck. Ausger\u00fcstet mit dem kuriosen und eher leistungsschwachen Nikkor 45\/2,8 AI-P wurde sie zum Schluss meist von den K\u00e4ufern gemieden und so wurde die Produktion im Januar 2006 eingestellt.\u00a0Als H\u00f6hepunkt der mechanischen analogen Kameras und letzte mechanische Nikon im klassischen Stil ist ihr aber ein Ehrenplatz in der Kamerageschichte sicher. Wohl auch deshalb geh\u00f6rt sie mittlerweile zu einer der gefragtesten Nikons im Gebrauchtsektor.<\/p>\n<p>Sie erhalten diese sch\u00f6ne Kamera im <a href=\"http:\/\/nikonclassics-michalke.de\/Nikon-Geh-use-bodies\/Nikon-FM---FM-2---FM3a\/\">Nikonclassics onlineshop!<\/a> Einen Prospekt und die Bedienungsanleitung gibt es gratis im <a href=\"http:\/\/nikonclassics-michalke.de\/info\/Nikons-analoge-Kameras.html\">Downloadbereich<\/a>.<\/p>\n<p>Eine \u00dcbersicht \u00fcber alle Kameras der FE\/FM-Serie finden Sie\u00a0<a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=536\">hier<\/a>. Noch mehr zur Geschichte der FM3a auf der offiziellen <a href=\"http:\/\/www.nikon.com\/about\/feelnikon\/recollections\/r30_e\/index.htm\" onclick=\"__gaTracker('send', 'event', 'outbound-article', 'http:\/\/www.nikon.com\/about\/feelnikon\/recollections\/r30_e\/index.htm', 'Nikon-Seite.');\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nikon-Seite.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nikon FM3a ist die letzte der analogen Nikons im klassischen Stil und verbindet die Vorteile der Vorg\u00e4ngermodelle FM2n und FE2. Im Gegensatz zur Hitech-Kamera Nikon FA, deren Produktion schon einige Jahre vorher eingestellt war, stattete Nikon die FM3a allerdings nur mit relativ spartanischen Basisfunktionen aus. 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