{"id":2834,"date":"2017-01-03T17:34:27","date_gmt":"2017-01-03T16:34:27","guid":{"rendered":"http:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=2834"},"modified":"2025-02-03T15:55:03","modified_gmt":"2025-02-03T14:55:03","slug":"5018-ais-series-e-oder-nikkor-pancake","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=2834","title":{"rendered":"50\/1,8 AIS: Series E oder Nikkor Pancake ?"},"content":{"rendered":"<div class=\"fcbkbttn_buttons_block\" id=\"fcbkbttn_left\"><div class=\"fcbkbttn_like \"><fb:like href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=2834\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" layout=\"standard\" show-faces='false' width=\"450px\" size=\"small\"><\/fb:like><\/div><div class=\"fb-share-button  \" data-href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=2834\" data-type=\"button_count\" data-size=\"small\"><\/div><\/div><p>Das flache Nikkor 50\/1,8 AIS, genannt &#8222;Pancake&#8220; ist eines der beliebtesten manuellen Normalobjektive. Und das vollkommen zu Recht, denn es handelt sich um ein ausgezeichnetes Objektiv. Aber es gibt davon verschiedene\u00a0Versionen. Welche Typen es davon gibt und ob die Series-E-Version\u00a0wirklich schlechter ist, darum geht es im Folgenden.<\/p>\n<div id=\"attachment_2870\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2870\" class=\"wp-image-2870 size-large\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_9439-800x551.jpg\" alt=\"50\/1,8 AIS Pancake: Series E Version 1 und 2 und das Nikkor\" width=\"625\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_9439.jpg 800w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_9439-300x207.jpg 300w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_9439-768x529.jpg 768w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_9439-624x430.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><p id=\"caption-attachment-2870\" class=\"wp-caption-text\">50\/1,8 AIS Pancake: Series E Version 1 und 2 und das Nikkor<\/p><\/div>\n<p><!--more-->Ende der 1970er Jahre, als die <a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=2798\">Nikon F3<\/a> entwickelt wurde, entwickelte Nikon auch eine andere, viel einfachere\u00a0Spiegelreflexkamera. Diese Kamera war die <a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=2769\">Nikon EM<\/a>, die 1980 auf den Markt\u00a0kam, zur gleichen Zeit wie die Nikon F3. Es war ein Modell, das strategisch f\u00fcr Einsteiger entwickelt wurde und es war kleiner als die Nikon FM und die <a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=2585\">Nikon FE<\/a>.<\/p>\n<p>Die Entwicklung der Nikon-Serie E begann mit dem Ziel, parallel zu den bisherigen Nikkoren eine Objektivlinie zu produzieren, die zu der\u00a0kompakten Gr\u00f6\u00dfe und dem\u00a0geringen Gewicht der sehr preiswerten Nikon EM passte. Als Standardobjektiv sollte ein\u00a050mm\/1,8 Objektiv entwickelt werden.\u00a0Beauftragt mit der Konstrucktion\u00a0wurde damit\u00a0Souichi Nakamura, der damals im\u00a0Optical Designing Department von Nikon arbeitete.<br \/>\nEs gab drei Vorgaben. Das Objektiv\u00a0musste kompakt und preiswert sein sowie\u00a0eine hervorragende Leistung bieten. Obwohl die Linsenkonstruktion auch f\u00fcr die Serie E verwendet werden sollte, musste sie ein Leistungsniveau aufweisen, das gleich oder besser als das der vorhergehenden Linsen war.<br \/>\nNun,\u00a0kompakt und preiswert war auch das bisherige 50\/2,0 Nikkor, das schon seit 1959 produziert wurde. Aber gefragt\u00a0war eine Ausgangslichtst\u00e4rke von 1,8,\u00a0ausserdem strebte\u00a0Nakamura eine k\u00fcrzere Gesamtl\u00e4nge an, als es das\u00a050\/2 und auch das seit 1978 gebaute 50\/1,8 AI hatte.<\/p>\n<div id=\"attachment_2848\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2848\" class=\"size-medium wp-image-2848\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/5018AIS_PK-300x225.png\" alt=\"Nikkor 50\/1,8 AIS Pancake\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/5018AIS_PK-300x225.png 300w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/5018AIS_PK-768x576.png 768w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/5018AIS_PK-800x600.png 800w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/5018AIS_PK-624x468.png 624w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/5018AIS_PK.png 936w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-2848\" class=\"wp-caption-text\">Nikkor 50\/1,8 AIS Pancake<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2849\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2849\" class=\"size-medium wp-image-2849\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/502-300x204.png\" alt=\"Nikkor 50\/2 AI\" width=\"300\" height=\"204\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/502-300x204.png 300w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/502-768x523.png 768w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/502-800x545.png 800w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/502-624x425.png 624w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/502.png 936w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-2849\" class=\"wp-caption-text\">Nikkor 50\/2 AI<\/p><\/div>\n<p>Wie hat Nakamura dieses Problem gel\u00f6st? Auf dem Bild links sehen Sie einen Querschnitt des Nikkor 50\/1.8 AIS Pancake. Es ist\u00a0ein sogenannter Gau\u00df-Typ, der in Deutschland als Zeiss-Planar Verbreitung fand. Ein weiteres Objektiv, das die gleiche Gauss-Struktur verwendet und \u00e4hnliche Spezifikationen bietet, ist das\u00a0Nikkor 50\/2 AI. Das untere Bild\u00a0ist zum Vergleich ein Querschnitt dieses\u00a0Objektives.\u00a0\u00a0Bei Betrachtung\u00a0der beiden Strukturen f\u00e4llt auf, dass das\u00a0Nikkor 50\/1.8 AIS Pancake eine schw\u00e4chere\u00a0Kr\u00fcmmung der konkaven Fl\u00e4chen der Linsenelemente hat, zwischen denen die Blende\u00a0sandwichartig angeordnet ist und dass der Blendenraum recht schmal ist. Dies ist ein prim\u00e4res Merkmal dieses Objektivs.<br \/>\nBei Gau\u00df-Linsen ist das Ziel eine gute Kompensation der sph\u00e4rischen und chromatischen Aberration, indem die beiden konvexen Linsenelemente weiter vorne angeordnet sind als die Blende, das Licht von dem Objekt kondensieren und es dann zu den konkaven Meniskuslinsenelementen vor und hinter der \u00d6ffnung f\u00fchren. Mit anderen Worten, die Lichtstrahlen m\u00fcssen durch die \u00d6ffnung &#8222;verengt&#8220; werden. Herk\u00f6mmlicherweise wurde angenommen, da\u00df ein gewisser Abstand zwischen dem vorderen Element und der \u00d6ffnung erforderlich war. Der Gauss-Typ wurde als ein ungeeignetes optisches System f\u00fcr kleinere Objektive\u00a0betrachtet, da er eine symmetrische Struktur hat, die den\u00a0gleichen\u00a0Abstand vor und\u00a0hinter der Blende\u00a0ben\u00f6tigt.<br \/>\nAber Souichi Nakamura setzte dich \u00fcber\u00a0diese konventionelle Ansicht\u00a0hinsichtlich der Auswahl des Objektivtyps hinweg. Er verkleinerte den Blendenraum und machte das zweite und f\u00fcnfte Linsenelement d\u00fcnner. Nakamura vermutete offenbar, dass dies bei der Bereitstellung des von den SLR-Kameras geforderten Retrofokus vorteilhaft w\u00e4re und dass die erzielte Flexibilit\u00e4t zur Kompensation von Aberrationen verwendet werden k\u00f6nnte. Es stellt sich heraus, dass seine Intuition richtig\u00a0war. Indem er die Linse schlanker machte, konnte er die Kr\u00fcmmung der anderen\u00a0Linsenelemente weiter reduzieren, was ebenfalls das Koma und das Flare reduzierte. Dadurch konnte\u00a0Nakamura konnte ein &#8222;Pancake&#8220; 50\/1,8 Objektiv mit einer 20mm k\u00fcrzeren Gesamtl\u00e4nge als das\u00a050\/2 erreichen.<\/p>\n<div id=\"attachment_2862\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2862\" class=\"size-medium wp-image-2862\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_5309-300x300.jpg\" alt=\"Nikon Lens Series E 50mm\/1:1,8\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_5309-300x300.jpg 300w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_5309-150x150.jpg 150w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_5309-768x768.jpg 768w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_5309-600x600.jpg 600w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_5309-624x624.jpg 624w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_5309.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-2862\" class=\"wp-caption-text\">Nikon Lens Series E 50mm\/1:1,8; Typ\u00a01<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2863\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2863\" class=\"size-medium wp-image-2863\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_3107-300x300.jpg\" alt=\"Nikon Lens Series E 50mm\/1:1,8, zweite Version \" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_3107-300x300.jpg 300w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_3107-150x150.jpg 150w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_3107-768x768.jpg 768w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_3107-600x600.jpg 600w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_3107-624x624.jpg 624w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_3107.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-2863\" class=\"wp-caption-text\">Nikon Lens Series E 50mm\/1:1,8; Typ\u00a02<\/p><\/div>\n<p>Die erste Version wurde ab 1979 mit der kompakten Nikon EM angeboten. Es trug nicht die Bezeichnung &#8222;Nikkor&#8220; sondern &#8222;Nikon Lens Series E\u00a050mm\/1:1,8&#8220;. Erstmalig bei einem Nikon-Objektiv war es \u00e4usserlich komplett aus schwarzem Kunststoff und nur 136 Gramm schwer. Anders als bei den heutigen &#8222;Kit-Objektiven&#8220; aus dem Hause Nikon war aber immerhin das Bajonett aus Metall. Aber die Kunststoffbauweise des\u00a0Typ 1 der Series E wirkte ausgesprochen billig, obwohl diese kleine Linse hervorragende Abbildungseigenschaften hatte.<\/p>\n<p>Ab 1980, mit der <a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=2640\">F-301<\/a>, kam eine mechanisch verbesserte Version mit optimierter Verg\u00fctung und ver\u00e4nderter\u00a0Geh\u00e4usefassung auf den Markt. Es verf\u00fcgte nun wie alle Nikon Normalobjektive \u00fcber den silbernen Greifring und machte insgesamt einen deutlich wertigeren Eindruck. Um wegzukommen vom Billig-Image der Series E nannte Nikon das Objektiv nun wie alle anderen &#8222;Nikkor&#8220;, f\u00fcr das sich zur Unterscheidung zum gr\u00f6sseren Vorg\u00e4ngermodell der Beiname &#8222;Pancake&#8220; etablierte. Diese Bauform mit dem silbernen Greifring wurde dann aber ab 1981 auch f\u00fcr das Series-E-50er \u00fcbernommen. Alle drei Versionen hatten eine Naheinstellung bis 60cm. In Japan erschien eine weitere Version mit Naheinstellung bis 45cm, die jedoch nur in vergleichsweise geringer St\u00fcckzahl produziert wurde.<\/p>\n<p>Nun\u00a0werfen wir mal einen Blick auf die\u00a0Abbildungseigenschaften\u00a0dieses Objektives. Interessanterweise gibt es zwischen den drei Typen keinen nennenswerten Unterschied, was ja angesichts des identischen optischen Aufbaues auch nicht gro\u00dfartig \u00fcberrascht.\u00a0Eine\u00a0der\u00a0bemerkenswertesten Eigenschaften\u00a0ist der\u00a0Mangel an Verzeichnung. Nur 0,1% Verzeichnung\u00a0bei\u00a0Unendlich, und nur 1% f\u00fcr Objekte beim minimalen Fokusabstand, wo die meisten Verzerrungen auftreten. Es gibt auch nur sehr wenig laterale chromatische Aberration. Gerade Linien bleiben gerade, und die Sch\u00e4rfeleistung\u00a0ist gut bis hin zu den Bildr\u00e4ndern.<\/p>\n<div id=\"attachment_851\" style=\"width: 630px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-851\" class=\"wp-image-851 size-full\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/50-18AIS_PK@18.jpg\" alt=\"Nikkor 50\/1,8 AIS &quot;Pancake&quot;\" width=\"620\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/50-18AIS_PK@18.jpg 620w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/50-18AIS_PK@18-300x145.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><p id=\"caption-attachment-851\" class=\"wp-caption-text\">Nikkor 50\/1,8 AIS &#8222;Pancake&#8220;, Blende 1,8<\/p><\/div>\n<p>Mein Test zeigt, dass bei offener Blende die Scharfzeichnung zwar verh\u00e4ltnism\u00e4ssig\u00a0gut ist, aber eine leichte \u00dcberstrahlung den Kotrast etwas mindert, ein Effekt, der zum Rand hin zunimmt. Bei Blende 4 jedoch ist das Objektiv knackscharf, und wird bei weiterem Abblenden bis 8 noch etwas besser. Den kompletten Test mit Vergleichsbildern anderer Objektive finden Sie <a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=804\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n<div id=\"attachment_839\" style=\"width: 630px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-839\" class=\"wp-image-839 size-full\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/50-14AI@4.jpg\" alt=\"Blende 4\" width=\"620\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/50-14AI@4.jpg 620w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/50-14AI@4-300x145.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><p id=\"caption-attachment-839\" class=\"wp-caption-text\">Nikkor 50\/1,8 AIS &#8222;Pancake&#8220;, Blende 4<\/p><\/div>\n<p>Worin unterscheiden sich nun die drei Typen? Um das zu ermitteln, m\u00fcssen wir mal ins Innere\u00a0der Objektive vordringen. Bei abgenommenem Hinterbau wird der Unterscheid sofort deutlich: Das Series E Typ1 verf\u00fcgt nur \u00fcber eine einfache Geradf\u00fchrung, Typ2 und Nikkor dagegen haben eine doppelte Geradf\u00fchrung.\u00a0Jetzt wird auch verst\u00e4ndlich, warum Typ1 nicht \u00fcber einen so weichen Fokuslauf wie Typ2 und Nikkor verf\u00fcgt: der Helikoid (Gewindegang zur Scharfstellung) wird bei doppelter Geradf\u00fchrung viel pr\u00e4ziser gef\u00fchrt, weil er genauer zentriert wird und nicht verkanten kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_2873\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2873\" class=\"size-large wp-image-2873\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_9443-800x415.jpg\" alt=\"links Typ1 mit einfacher, daneben Typ2 und Nikkor mit doppelter Geradf\u00fchrung\" width=\"625\" height=\"324\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_9443.jpg 800w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_9443-300x156.jpg 300w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_9443-768x398.jpg 768w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_9443-624x324.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><p id=\"caption-attachment-2873\" class=\"wp-caption-text\">links Typ1 mit einfacher, daneben Typ2 und Nikkor mit doppelter Geradf\u00fchrung<\/p><\/div>\n<p>Bei allen drei Typen ist\u00a0\u00fcbrigens der Optiktr\u00e4ger und der innere Teil des Helikoids aus Kunststoff. Ich will das angesichts des heute verbreiteten Trends zur Verwendung von Kunststoffteilen im Objektivbau gar nicht werten, f\u00fcr damalige Zeiten war das aber recht neu. Eine weitere \u00dcberraschung ergibt der Blick in den Vorderbau: Der Aufbau ist fast identisch, bis auf die bei Typ1 innenliegende Blendenfeder. Aber: der Steuernocken der AIS-Mechanik ist nur beim Nikkor aus Plastik, bei den Series-E-Typen aus Metall.<\/p>\n<div id=\"attachment_2874\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2874\" class=\"wp-image-2874 size-large\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_9445-800x468.jpg\" alt=\"dsc_9445\" width=\"625\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_9445.jpg 800w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_9445-300x176.jpg 300w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_9445-768x449.jpg 768w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_9445-624x365.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><p id=\"caption-attachment-2874\" class=\"wp-caption-text\">rechts: das Nikkor mit Blenden-Steuerhebel aus Kunststoff<\/p><\/div>\n<p>Die sehr gelungene optische Rechnung des 50\/1,8 Series E bzw Nikkors wurde \u00fcbrigens weiter verwendet. Das gleiche grundlegende optische Design wurde 1986 im ersten AF-Nikkor 50\/1.8 eingesetzt, wobei die\u00a0Verg\u00fctung modifiziert\u00a0und die Mechanik nat\u00fcrlich komplett neu konstruiert wurde. Auch das aktuelle (2017) \u00a0AF-D NIKKOR 50mm\/1,8 verf\u00fcgt \u00fcber die gleiche Rechnung. Als dieses Objektiv als Autofokus-Objektiv wiedergeboren wurde, verlor es zwar\u00a0sein schlankes, &#8222;Pancake&#8220;-Design, aber die Abbildungseigenschaften bleiben die gleichen. Wenn wir die Leistung mit dem neuesten AF-S NIKKOR 50mm f \/ 1.8G vergleichen, f\u00e4llt auf, das Kontrast und Sch\u00e4rfe bei voller \u00d6ffnug zwar nicht ganz so hoch sind, aber es sehr wenig Verzeichnung gibt. Wenn etwas abgeblendet wird, verschwinden dies Unterschiede.<\/p>\n<p>Allen \u201ePancake\u201c-50ern ist gemeinsam, dass sie keine Blendengabel mehr haben, an den ganz alten Nikons (vor 1977) also nicht verwendbar sind. Aber alle sind <a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=433\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">AIS-Typen<\/a>, also mit proportionaler Blendeneinstellung ausger\u00fcstet.<\/p>\n<p>Erh\u00e4ltlich sind sie mit etwas Gl\u00fcck alle noch: bei <a href=\"http:\/\/nikonclassics-michalke.de\">Nikonclassics<\/a>!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6>Quellen:\u00a0<a href=\"https:\/\/imaging.nikon.com\/imaging\/information\/story\/0060\/\" onclick=\"__gaTracker('send', 'event', 'outbound-article', 'https:\/\/imaging.nikon.com\/imaging\/information\/story\/0060\/', 'NIKKOR &#8211; The Thousand and One Nights');\">NIKKOR &#8211; The Thousand and One Nights<\/a><\/h6>\n<h6><a href=\"http:\/\/www.photosynthesis.co.nz\/nikon\/serialno.html#50slow\" onclick=\"__gaTracker('send', 'event', 'outbound-article', 'http:\/\/www.photosynthesis.co.nz\/nikon\/serialno.html#50slow', 'http:\/\/www.photosynthesis.co.nz\/nikon\/serialno.html#50slow');\">http:\/\/www.photosynthesis.co.nz\/nikon\/serialno.html#50slow<\/a><\/h6>\n<h6>Das Nikon Handbuch, Peter Braczko, 1990<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das flache Nikkor 50\/1,8 AIS, genannt &#8222;Pancake&#8220; ist eines der beliebtesten manuellen Normalobjektive. Und das vollkommen zu Recht, denn es handelt sich um ein ausgezeichnetes Objektiv. Aber es gibt davon verschiedene\u00a0Versionen. 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