{"id":2612,"date":"2016-07-14T12:12:17","date_gmt":"2016-07-14T11:12:17","guid":{"rendered":"http:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=2612"},"modified":"2016-09-10T07:24:25","modified_gmt":"2016-09-10T06:24:25","slug":"ueber-das-manuelle-scharfstellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=2612","title":{"rendered":"\u00dcber das manuelle Scharfstellen"},"content":{"rendered":"<div class=\"fcbkbttn_buttons_block\" id=\"fcbkbttn_left\"><div class=\"fcbkbttn_like \"><fb:like href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=2612\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" layout=\"standard\" show-faces='false' width=\"450px\" size=\"small\"><\/fb:like><\/div><div class=\"fb-share-button  \" data-href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=2612\" data-type=\"button_count\" data-size=\"small\"><\/div><\/div><p>Wer zum ersten mal mit einer\u00a0analogen, manuellen Kamera arbeitet, muss sich daran gew\u00f6hnen, dass nicht der Autofokus das Objektiv scharfstellt, sondern der Fotograf. Das mag einfach erscheinen, aber der Teufel steckt wie so oft im Detail. Denn viele werden sich wundern, dass ihre Aufnahmen nicht so\u00a0knackscharf\u00a0werden wie erwartet.<\/p>\n<p>Als ich in den 19achtziger Jahren meine ersten Auftragsfotos machte, wunderte ich mich, dass Kollegen, die mit einer alten Leica fotografierten, immer sch\u00e4rfere Fotos mitbrachten als ich mit meiner Nikon FE2. Ich schob das erst auf die legend\u00e4ren Leitz-Optiken, biss ich merkte, dass sich die M-Leica viel leichter genau fokussieren liess (allerdings nur\u00a0bei kurzen Brennweiten!). Ich war einfach beim Scharfstellen etwas nachl\u00e4ssig gewesen. Denn auch mit einer Spiegelreflexkamera lassen sich punktgenaue Fotos erreichen: man muss nur sehr, sehr sorgf\u00e4ltig fokussieren. Aber wie geht das?<\/p>\n<div id=\"attachment_2630\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/unscharf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2630\" class=\"wp-image-2630 size-medium\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/unscharf-300x199.jpg\" alt=\"unscharf\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/unscharf-300x199.jpg 300w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/unscharf-768x510.jpg 768w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/unscharf-800x531.jpg 800w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/unscharf-624x414.jpg 624w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/unscharf.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2630\" class=\"wp-caption-text\">Unscharf eingestellt<\/p><\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<div id=\"attachment_2631\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/scharf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2631\" class=\"wp-image-2631 size-medium\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/scharf-300x199.jpg\" alt=\"scharf\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/scharf-300x199.jpg 300w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/scharf-768x510.jpg 768w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/scharf-800x531.jpg 800w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/scharf-624x414.jpg 624w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/scharf.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2631\" class=\"wp-caption-text\">Scharf eingestellt<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2632\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/detail.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2632\" class=\"wp-image-2632 size-medium\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/detail-300x227.jpg\" alt=\"detail\" width=\"300\" height=\"227\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/detail-300x227.jpg 300w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/detail.jpg 438w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2632\" class=\"wp-caption-text\">Detail: Schnittbildindikator mit Miroprismenring<\/p><\/div>\n<p><strong>Scharfeinstellen mit dem Schnittbild<\/strong><\/p>\n<p>Wenn Sie die Kamera in der Stellung f\u00fcr Querformatfotos halten, dann erkennen Sie genau im Zentrum des Suchers eine horizontale Linie. Visieren Sie damit eine senkrechte Linie im Motiv an, dann erkennen Sie, da\u00df diese Senkrechte geschnitten ist. Nun drehen Sie einfach am Entfernungseinstellring des Objektives, bis die geschnittene Senkrechte wieder zu einer Linie wird. Haben Sie die Kamera in Hochformatstellung, dann werden horizontal laufende Linien im Motiv geschnitten.<\/p>\n<p><strong>Scharfeinstellen mit dem Mikroprismenring<\/strong><\/p>\n<p>Wenn ihr Motiv keine klaren Linien hat, die f\u00fcr das Schnittbild erforderlich sind. dann k\u00f6nnen Sie mit dem Mikroorismenring, der um das Schnittbild herum angeordnet ist, die Sch\u00e4rfe einstellen. Drehen Sie einfach so lange am Entfernungseinstellring des Objektivs, bis keine Struktur der Mikroprismen mehr erkennbar ist, bis das Bild glasklar sichtbar ist und nicht mehr &#8222;krisselt&#8220;. Bitte vergessen Sie nicht, das vor jeder Aufnahme zu kontrollieren. Und ich m\u00f6chte nochmal betonen, wie wichtig diese genaue Fokussierung f\u00fcr ein gutes Bildergebnis ist.<\/p>\n<p><strong>Scharfeinstellen mit dem Mattscheibenfeld<\/strong><\/p>\n<p>Au\u00dfer in den Bereichen, in denen Schnittbild und Mikroprismenring angeordnet sind, besteht die Einstellscheibe aus einer feink\u00f6rnig mattierten Mattscheibe. Sie hat einen besonderen Schliff, der ein\u00a0bis in die Ecken gleichm\u00e4\u00dfig helles Sucherbild gew\u00e4hrleistet. Bei Aufnahmen mit Zwischenringen oder mit einem Balgenger\u00e4t,\u00a0bei extremen Nahaufnahmen also. erreicht weniger Licht die Einstellscheibe (und auch den Film), weil der Abstand von der Frontlinse zur Fiimebene gr\u00f6\u00dfer ist. Deshalb dunkeln dann die Einstellhilfen der Einstellscheibe ab. Drehen Sie einfach so lange am Entfernungseinstellring, bis Sie die optimale Sch\u00e4rfe erreicht haben. Die Scharfeinstellung mu\u00df \u00fcber die Mattscheibe erfolgen. Das gleiche gilt auch f\u00fcr den Fall, da\u00df Sie einmal ein Teleobjektiv mit Lichtst\u00e4rke 8\u00a0oder geringer ansetzen oder wenn ein Telekonverter die Ausgangslichtst\u00e4rke des verwendeten Objektivs auf 8\u00a0oder geringer reduziert.<\/p>\n<p><strong>Welche Einstellscheiben gibt es und wo lassen sie sich einsetzten?<\/strong><\/p>\n<p>Viele analoge Nikon-Kameras verf\u00fcgen \u00fcber leicht wechselbare Einstellscheiben. Bei der Nikon F, F2, F3, F4 und F5 sind die Scheiben nach dem abnehmen des Prismensuchers leicht zug\u00e4nglich. Die Mattscheiben der F und F2 sind kompatibel, alle anderen jedoch nicht. Bei der FE, FE2, FM2, FM3a und FA werden die Einstellscheiben mit einer mitgelieferten Spezialzange durch die Objektiv\u00f6ffnungen entnommen. Sie sind alle untereinander kompatibel, allerdings m\u00fcssen teilweise Belichtungskorrekturen vorgenommen werden:<\/p>\n<p>Einstellscheibe von FE\/FM2 in einer FE2 oder FM2N: Korrektur\u00a0<b>&#8211;\u00a01\/3\u00a0Blende<\/b>.<br \/>\nEinstellscheibe von FE2\/FM2N in einer FE: Korrektur\u00a0<b>+\u00a01\/2\u00a0Blende<\/b>.<br \/>\nEinstellscheibe von FE2\/FM2N in einer FM2: Korrektur\u00a0<b>+\u00a01\/3\u00a0Blende<\/b>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/allscreens.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2627 size-full\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/allscreens.gif\" alt=\"allscreens\" width=\"432\" height=\"192\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das oben genannte Vorgehen zum Scharfstellen gilt f\u00fcr die Standardscheibe K mit Schnittbildindikator und Mikroprismenring. Es gibt aber noch mehr als ein dutzend weitere verschiedene Mattscheiben f\u00fcr die verschiedensten Einsatzzwecke. Einige haben Hilfslinien eingraviert, andere sind f\u00fcr bestimmte Spezialobjektive oder besondere Einsatzzwecke vorgesehen. Mehr dazu sp\u00e4ter. Die momentan bei\u00a0<a href=\"http:\/\/nikonclassics-michalke.de\/index.php\">Nikonclassics<\/a> lieferbaren Typen finden Sie <a href=\"http:\/\/nikonclassics-michalke.de\/zubeh-r\/Nikon-Einstellscheibe\/\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer zum ersten mal mit einer\u00a0analogen, manuellen Kamera arbeitet, muss sich daran gew\u00f6hnen, dass nicht der Autofokus das Objektiv scharfstellt, sondern der Fotograf. Das mag einfach erscheinen, aber der Teufel steckt wie so oft im Detail. Denn viele werden sich wundern, dass ihre Aufnahmen nicht so\u00a0knackscharf\u00a0werden wie erwartet. 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