{"id":2050,"date":"2015-06-11T08:41:53","date_gmt":"2015-06-11T07:41:53","guid":{"rendered":"http:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=2050"},"modified":"2016-09-10T07:32:13","modified_gmt":"2016-09-10T06:32:13","slug":"ein-unsterblicher-klassiker-die-nikon-fm2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=2050","title":{"rendered":"Ein unsterblicher Klassiker: die Nikon FM2"},"content":{"rendered":"<div class=\"fcbkbttn_buttons_block\" id=\"fcbkbttn_left\"><div class=\"fcbkbttn_like \"><fb:like href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=2050\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" layout=\"standard\" show-faces='false' width=\"450px\" size=\"small\"><\/fb:like><\/div><div class=\"fb-share-button  \" data-href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=2050\" data-type=\"button_count\" data-size=\"small\"><\/div><\/div><p>Vor \u00fcber dreissig Jahren kam eine Kamera auf den Markt, die bis heute viele Fotografen in ihren Bann zieht. Einige meinen, sie\u00a0sei die klassischste aller Nikons: die vollmechanische FM2. Noch heute erfreut sie sich reger Beliebtheit, obwohl sie seit 2001\u00a0nicht mehr gebaut wird. Warum das so ist, darum geht es im folgenden.<\/p>\n<div id=\"attachment_2063\" style=\"width: 629px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/315014-32k.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2063\" class=\"wp-image-2063\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/315014-32k.jpg\" alt=\"315014-32k\" width=\"619\" height=\"479\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/315014-32k.jpg 800w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/315014-32k-300x232.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 619px) 100vw, 619px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2063\" class=\"wp-caption-text\">Die Nikon FM2 war mit schwarz lackiertem oder verchromten Geh\u00e4use erh\u00e4ltlich<\/p><\/div>\n<p>Im Jahre 1982 konnte Nikon mit einer Weltsensation aufwarten: das Nachfolgemodell der\u00a0\u00a0<a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=613\" target=\"_blank\">FM<\/a> erhielt einen Copal-Verschluss mit der k\u00fcrzesten Belichtungszeit von 1\/4000 sec und wurde zur Nikon FM2. Damit wurden Momentaufnahmen in Bereichen m\u00f6glich, die der bildm\u00e4ssigen Fotografie bis dahin verschlossen gewesen waren.<!--more--><br \/>\nDamit nicht genug: gewisserma\u00dfen als Nebenerscheinung (von vielen jedoch als Hauptargument betrachtet!) erlaubt dieser Verschluss eine k\u00fcrzeste Synchronzeit von 1\/200 Sek., sp\u00e4ter bei der Nikon FM2n sogar 1\/250 Sek. Das brachte vielen Fotografen Vorteile bei der Blitzaufhellung bei Tageslicht. Eine Verk\u00fcrzung der Verschlusszeit ist durch eine Verringerung der Schlitzbreite bis zu einem gewissen Ma\u00dfe m\u00f6glich. Eine k\u00fcrzere Synchronzeit jedoch l\u00e4sst sich nur durch eine Steigerung der Ablaufgeschwindigkeit erreichen, da beim Blitzen mit einem Elektronenblitzger\u00e4t der Verschluss f\u00fcr ca. 1\/1000 Sek. ganz ge\u00f6ffnet sein muss. Diese hohe Ablaufgeschwindigkeit von nur 3,6 Millisekunden wurde durch Verschlusslamellen aus hauchd\u00fcnnem Titan m\u00f6glich. Den Titanlamellen wurde ein Wabenmuster einge\u00e4tzt, das die Festigkeit gegen\u00fcber Verbiegen und Flattern erh\u00f6hte und ausserdem \u00fcberfl\u00fcssige Masse entfernte.<\/p>\n<div id=\"attachment_2072\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/nikonclassics1014_1012.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2072\" class=\"size-medium wp-image-2072\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/nikonclassics1014_1012-300x300.jpg\" alt=\"Die FM2n bot eine Synchronzeit von 1\/250 sec\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/nikonclassics1014_1012-300x300.jpg 300w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/nikonclassics1014_1012-150x150.jpg 150w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/nikonclassics1014_1012.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2072\" class=\"wp-caption-text\">Die FM2n bot eine Synchronzeit von 1\/250 sec<\/p><\/div>\n<p>Aber es gab noch mehr Verbesserungen gegen\u00fcber der FM: Auswechselbare Einstellscheiben, Titan-Spiegelhalterung und eine seidenweiche Filmtransportmechanik mit f\u00fcnf Kugellagern.\u00a0Leider wurde bei der FM2 der\u00a0umlegbare\u00a0Blendenmitnehmer weggelassen; die alten nonAI-Nikkore sind trotz unver\u00e4ndertem Bajonett nicht ansetzbar, weil der kameraseitige AI-Blendenmitnehmer im Weg ist. Hingegen sind alle AI\/AIS- und AF-Objektive mit Offenblendmessung verwendbar &#8211; nicht jedoch\u00a0die neuen Objektive der Serie G ohne Blendenskala auf dem Objektiv.<\/p>\n<p>Das Hauptmerkmal jedoch ist, dass die FM2 (genauso wie das Vorg\u00e4ngermodell FM) eine rein mechanische Kamera ist, sie funktioniert prinzipiell auch v\u00f6llig ohne Batterie. Allerdings ben\u00f6tigt der Belichtungsmesser Strom, diesen liefert eine 2L44-Lithiumbatterie oder aber zwei Knopfzellen S76 (Silberoxid) oder A76 (Alkaline). Diese Batterien sind \u00fcbrigens heute noch problemlos erh\u00e4ltlich und halten oft mehrere Jahre (im Vergleich zu Digitalkameras sensationell!). Wer aber \u00fcber gen\u00fcgend Erfahrung verf\u00fcgt, die Belichtung auch sch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, kann notfalls darauf verzichten.<\/p>\n<div id=\"attachment_2069\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/nikonclassics1902.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2069\" class=\"wp-image-2069 size-medium\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/nikonclassics1902-300x284.jpg\" alt=\"nikonclassics1902\" width=\"300\" height=\"284\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/nikonclassics1902-300x284.jpg 300w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/nikonclassics1902.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2069\" class=\"wp-caption-text\">Titanlamellenverschluss der FM2<\/p><\/div>\n<p>Ab 1983 wurde eine leicht verbesserte Version der FM2 gebaut, die Nikon FM2n. Sie ist an dem vorangestelltem \u201eN\u201c vor der Seriennummer zu erkennen. Vorn steht aber weiterhin FM2 auf dem Geh\u00e4use. Sie kann von der urspr\u00fcnglichen Variante au\u00dferdem durch die in der normalen Zeitenreihe rot markierte Blitzsynchronzeit &#8222;250&#8220; statt &#8222;125&#8220; unterschieden werden. Die vorher separat markierte und einstellbare Synchronzeit &#8222;X200&#8220; fehlt beim neueren Modell. Die FM2n erhielt eine noch etwas hellere\u00a0 Einstellscheibe und eine Synchronzeit von 1\/250s. Eine TTL-Blitzbelichtungsmessung wurde leider nach wie vor nicht eingebaut, die gibt es nur im elektronischen Schwestermodell <a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=666\" target=\"_blank\">FE2<\/a>, das auch \u00fcber eine Zeitautomatik verf\u00fcgt.\u00a0Die FE2 \u00fcbrigens bietet ein meiner Meinung nach komfortableres Sucherbild: Eine grosse Skala mit Belichtungszeiten erleichtert die manuelle Einstellung mit Nachf\u00fchrmessung. Die FM2 dagegen hat nur puristische drei Leuchtdioden &#8211; die allerdings mechanisch robuster sind als das Zeigermesswerk der FE2.<\/p>\n<p>1989 erhielt die FM2n dann einen neuen Verschluss mit Aluminiumlamellen, senkrecht ablaufend und v\u00f6llig glatt, anstelle der Titanlamellen mit Wabenmuster. Auch wenn er seinen Zweck nicht schlechter\u00a0erf\u00fcllt als\u00a0der Titanverschluss, ist dieser\u00a0doch heute gefragter\u00a0&#8211; warum auch immer.<\/p>\n<div id=\"attachment_2067\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC14699.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2067\" class=\"wp-image-2067 size-medium\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC14699-300x300.jpg\" alt=\"DSC14699\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC14699-300x300.jpg 300w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC14699-150x150.jpg 150w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC14699.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2067\" class=\"wp-caption-text\">Sondermodell FM2\/T (Titan)<\/p><\/div>\n<p>Bei Sammlern besonders begehrt sind die Sondermodelle: Ab 1994 war eine Version mit Titangeh\u00e4use lieferbar. Oberteil, R\u00fcckwand und Bodenplatte waren aus matt-grauem Titan, das zweiteilige Gussgeh\u00e4use\u00a0darunter aber wie gewohnt\u00a0aus einer Kupfer-Silumin-Alulegierung. Mechanisch entsprach die FM2\/T\u00a0 der vorgenannten FM2n, allerdings war sie 800 D-Mark teurer! Von dieser FM2\/T gab es 1994 anl\u00e4sslich des &#8222;Jahr des Hundes&#8220; f\u00fcr den japanischen Markt in nur etwa 300 St\u00fcck eine spezielle Ausf\u00fchrung mit neben der Typenbezeichnung aufgepr\u00e4gtem Hundekopf der japanischen Rasse Chen-ten. Ausserdem gab es eine Millennium Edition der Nikon FM2 mit 2000 Exemplaren namens \u201eYear of the dragon\u201c. Diese Kameras sind jedoch selten und sehr teuer &#8211; und machen auch keine besseren Fotos als die normalen Serienmmodelle&#8230;<\/p>\n<p>2001 schliesslich wurde die FM2n abgel\u00f6st durch die Nikon <a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=708\" target=\"_blank\">FM3a<\/a>, das Spitzenmodell der <a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=536\" target=\"_blank\">FE\/FM-Reihe<\/a>\u00a0mit Hybridverschluss. Und noch viel sp\u00e4ter diente sie als Designvorlage f\u00fcr die digitale\u00a0<a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=1030\" target=\"_blank\">Nikon Df<\/a>.<br \/>\nTrotzdem bleibt die Nikon gute alte FM2n ein beliebter Klassiker, der den hohen Entwicklungsstand vollmechanischer japanischer Kameras des ausgehenden letzten Jahrhunderts verdeutlicht. Und sie wird unsterblich bleiben &#8211; dank der robusten Konstruktion, die fast &#8222;unkaputtbar&#8220; ist.<\/p>\n<p>Noch ist sie &#8211; oft in erstaunlich gutem Zustand &#8211; erh\u00e4ltlich: im <a href=\"http:\/\/nikonclassics-michalke.de\/Nikon-Geh-use-bodies\/Nikon-FM---FM-2---FM3a\/\" target=\"_blank\">Nikonclassics Onlineshop.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor \u00fcber dreissig Jahren kam eine Kamera auf den Markt, die bis heute viele Fotografen in ihren Bann zieht. Einige meinen, sie\u00a0sei die klassischste aller Nikons: die vollmechanische FM2. Noch heute erfreut sie sich reger Beliebtheit, obwohl sie seit 2001\u00a0nicht mehr gebaut wird. Warum das so ist, darum geht es im folgenden. 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