{"id":1226,"date":"2014-03-19T10:39:02","date_gmt":"2014-03-19T09:39:02","guid":{"rendered":"http:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=1226"},"modified":"2016-09-10T07:39:24","modified_gmt":"2016-09-10T06:39:24","slug":"hasenohren-und-berg-und-tal-was-ist-das","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=1226","title":{"rendered":"&#8222;Hasenohren&#8220; und &#8222;Berg-und-Tal&#8220; &#8211; was ist das?"},"content":{"rendered":"<div class=\"fcbkbttn_buttons_block\" id=\"fcbkbttn_left\"><div class=\"fcbkbttn_like \"><fb:like href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=1226\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" layout=\"standard\" show-faces='false' width=\"450px\" size=\"small\"><\/fb:like><\/div><div class=\"fb-share-button  \" data-href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=1226\" data-type=\"button_count\" data-size=\"small\"><\/div><\/div><p>Immer wieder tauchen in Objektivbeschreibungen diese beiden Begriffe auf, die man gemeinhin nicht in der Beschreibung technischer Ger\u00e4te erwartet. Was hat es damit auf sich?<\/p>\n<div id=\"attachment_1227\" style=\"width: 369px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/but.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1227\" class=\" wp-image-1227 \" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/but.jpg\" alt=\"&quot;Berg-und-Tal&quot;-Nikkor 50\/1,4\" width=\"359\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/but.jpg 693w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/but-150x150.jpg 150w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/but-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1227\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Berg-und-Tal&#8220;-Nikkor 50\/1,4<\/p><\/div>\n<p>Zun\u00e4chst zu den &#8222;Berg-und-Tal&#8220;-Objektiven. Die ersten Nikkore waren mit einem Fokusring aus massivem Metall ausgestattet. Zur Verbesserung der Griffigkeit wurden in die geriffelte Oberfl\u00e4che (&#8222;Berg&#8220;) viele muldenf\u00f6rmige glatte Vertiefungen (&#8222;Tal&#8220;) eingefr\u00e4st. Diese Produktionstechnik verpasste den alten Linsen ein charakteristisches Erscheinungsbild, weswegen sich im deutschen Sprachraum diese eigent\u00fcmlich anmutenden Bezeichnung durchsetzte.<\/p>\n<p>Seit Mitte der siebziger Jahre wurde dann der Entfernungsring stattdessen mit einer breiten geriffelten Gummbeschichtung versehen, so wie auch heute noch \u00fcblich.<!--more--><\/p>\n<p>Wegen der kultigen Retro-Optik sind die Berg-und-Tal-Nikkore aber bei Sammlern und auch traditionsbewussten Fotografen immer noch recht\u00a0 beliebt. Durch die Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Farbabrieb an den relativ scharfen Kanten sind aber wirklich sehr gut erhaltene St\u00fccke heute schwer zu finden.<\/p>\n<p>Nun zu den &#8222;Hasenohren&#8220;.\u00a0Nikon begann bekanntlich Mitte des letzten Jahrhunderts, Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven zu bauen. Um dem Belichtungsmesser der Kamera mitzuteilen, welche Blende am Objektiv eingestellt war, musste dazu eine mechanische &#8222;Schnittstelle&#8220; entwickelt werden. Diese bestand aus der am Objektiv angeschraubten Blendengabel, die in einen Zapfen an der Kamera angekuppelt wurde. F\u00fcr diesen kleinen Blechwinkel hat sich die Bezeichnung &#8222;Hasenohren&#8220; etabliert. Bei den fr\u00fchen Nikkormat-Modellen musste \u00fcbrigens beim Objektivwechsel der Blendenwert 5,6 eingestellt werden. Die Photomic-Sucher der Nikon F und F2, F2S und F2SB verf\u00fcgten \u00fcber eine federnd aufgeh\u00e4ngte Zapfenkupplung, so dass die eingestellte Blende beim Objektivwechsel egal war. Allerdings musste nach dem Ansetzen der &#8222;Nikon-Ritsch-Ratsch&#8220; ausgef\u00fchrt werden, ein hin-und-herdrehen des Blendenringes zum Einrasten und Speichern der gr\u00f6ssten Blende.<\/p>\n<div id=\"attachment_1228\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/hasenohren.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1228\" class=\"size-medium wp-image-1228\" src=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/hasenohren-300x300.jpg\" alt=\"die &quot;Hasenohren&quot;\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/hasenohren-300x300.jpg 300w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/hasenohren-150x150.jpg 150w, https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/hasenohren.jpg 552w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1228\" class=\"wp-caption-text\">die &#8222;Hasenohren&#8220; an einem AI-Objektiv<\/p><\/div>\n<p>Das war etwas umst\u00e4ndlich und erfreute auch nicht grade die Designer. So wurde Mitte der 70er Jahre die sogenannnte AI-Kupplung (&#8222;Automatic Indexing&#8220;) entwickelt. Jetzt brauchte das Objektiv nur noch eine kleine Stufe am Blendenring, der Blendenwert wurde \u00fcber einen federnden Mitnehmerring am Bajonettrand der Kamera \u00fcbertragen. Der Objektivwechsel wurde dadurch sehr vereinfacht. Ab 1977 wurden alle Kameras und Objektive mit dieser AI-Kupplung ausger\u00fcstet. Die Blendengabel war jetzt eigentlich \u00fcberfl\u00fcssig. Trotzdem wurden aber weiterhin alle manuellen Objektive (ausser der E-Serie) damit ausgestattet, um eine Verwendbarkeit auch an den \u00e4lteren (&#8222;nonAI&#8220;) Kameras zu gew\u00e4hrleisten. Jedoch bekam die Blendengabel zwei weitere L\u00f6cher. Die AI-Objektive verf\u00fcgen n\u00e4mlich \u00fcber eine weitere kleinere Skala am Blendenring, die in den Sucher der Kamera eingespiegelt werden kann. Durch die L\u00f6cher in den Hasenohren wurde\u00a0das Ablesen der Blende im Sucher erleichtert.<\/p>\n<p>Aber die alten nonAI-Objektive konnten auch an einigen AI-Kameras verwendet werden: die Nikon EL2, die FE, die FM und die F3 hatten eine einklappbare AI-Kupplung, die dem breiteren Blendenring der NonAI-Objektive nicht im Weg war. Allerdings war damit nur eine Gebrauchsblendenmessung m\u00f6glich. \u00dcbrigens ist auch die neue Nikon Df mit einer einklappbaren AI-Kupplung ausgestattet. Die am (nonAI-)Objektiv eingestellte Blende wird dann auf einem Einstellrad der Kamera mitgeteilt, so dass wieder eine Offenblendmessung m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Zur Verwendbarkeit von manuellen Objektiven an den anderen Digitalen Nikons lesen Sie <a title=\"Welches manuelle Objektiv passt an welche Digi?\" href=\"https:\/\/nikonclassics-michalke.de\/blog\/?p=243\">hier<\/a> mehr.<\/p>\n<p>In den Angeboten im <a href=\"http:\/\/nikonclassics-michalke.de\" target=\"_blank\">Nikonclassics Onlineshop<\/a> wird jeweils auf die Kompatibilit\u00e4t zu verschiedenen Nikons hingewiesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer wieder tauchen in Objektivbeschreibungen diese beiden Begriffe auf, die man gemeinhin nicht in der Beschreibung technischer Ger\u00e4te erwartet. Was hat es damit auf sich? Zun\u00e4chst zu den &#8222;Berg-und-Tal&#8220;-Objektiven. Die ersten Nikkore waren mit einem Fokusring aus massivem Metall ausgestattet. 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