Das Jahr 1977 war historisch wichtig für Nikon: Das neue AI-System („Automatic maximum aperture Indexing“) wurde eingeführt. Damit wurde das Ansetzen der Objektive an die Kamera vereinfacht, weil nicht mehr die Blendenkupplung des Objektives in den Führungstift des Kameragehäuses eingefädelt werden musste.


Gleichzeitig brachte Nikon eine völlig neu konstruierte Spiegelreflexkamera auf den Markt, die wesentlich kompakter war als die Nikkormat-Vorgängermodelle. Mit der FM und besonders mit der ein Jahr später vorgestellten FE wollte Nikon dem neuen Trend zu kleineren Kameras Rechnung tragen, der vor allem durch die Olympus OM-1 eingeläutet worden war. Eigentlich für den ambitionierte Amateur konzipiert, erfreuten sich diese Kameras grade wegen ihrer Kompaktheit und Zuverlässigkeit auch bei Berufsfotografen reger Beliebtheit.


Die FM/FE-Serie ist auch deshalb bedeutsam, weil aus ihr eine Reihe hervorrragender Kameras entsprang, die erst 2006 mit der Produktionseinstellung der FM3a ein Ende fand.


Hier eine Übersicht der FM/FE-Reihe mit den wichtigsten Unterscheidungen und Verbesserungen:





An alle Modelle dieser Baureihe passen die Motoren MD-11 und der verbesserte und weiter verbreitete Nachfolger MD-12. Beide sind äusserlich gleich, unterscheiden sich im Innenleben jedoch in zwei Details:

-Der MD-12 schaltet sich automatisch 60 Sekunden nach dem letzten Druck auf den Auslöser ab. Der MD-11 versorgt indessen das Messsystem der Kamera so lange bis er ausgeschaltet wird - wird die Kamera über lange Zeit mit eingeschaltetem Motor abgestellt, sind bald die Batterien erschöpft.

-Der MD-12 transportiert den Film bei Einzelbildaufnahmen automatisch weiter, sobald der Verschluss abgelaufen ist. Beim älteren MD-11 erfolgt dies erst, wenn der Fotograf den Auslöser loslässt.


Auch die abnehmbare Rückwand ist übrigens bei allen Modellen der FM/FE-Serie austauschbar; sie kann auch gegen die Datenrückwand MF-16 ersetzt werden.



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Quellenangaben/Impressum

Die Nikon FM/FE-Serie